[Rezension] Die Sirtuin Diät - Das Kochbuch

Titel: Die Sirtuin Diät - Das Kochbuch

Autor: Aidan Goggins, Glen Matten

Verlag: Goldmann

Erstveröffentlichung: 17. Juli 2017

Seiten: 320

Format: Taschenbuch 

ISBN: 978-3-442-17679-3

Preis: 11 € [D]

 

 

Klappentext

Endlich gibt es das umfassende Kochbuch zum großen Ernährungstrend aus England: der Sirtuin-Diät. Wer Abnehmen und Genuss bisher für Gegensätze gehalten hat, wird jetzt überrascht sein. Durch ausgeklügelte Gerichte mit leckeren Zutaten wie Grünkohl, Sellerie, Rucola und Walnüssen werden Fettverbrennungsenzyme in unserem Körper angeregt: die Sirtuine. Mit einfachen und leckeren Rezepten über 3 Kilo in 7 Tagen abnehmen – mit der Sirtuin-Diät hat es auch die international gefeierte Sängerin Adele geschafft. Probieren Sie es aus!

 

Meine Meinung

Ich wurde Anfang des Jahres durch meine Freund, der es bei einem Galileo Beitrag sah, auf die Sirtuin Diät aufmerksam. Bei "Diäten" bin ich immer erst mal skeptisch, da ich niemand bin, der für ein Event mal fix 3kg loswerden möchte, sondern langfristig abnehmen möchte/muss und sich Diäten dafür eher weniger anbieten, da ich finde, dass sie oftmals sehr einschränkend sind und auch weniger für eine dauerhafte Nutzung geeignet. Anfangs war ich auch hier skeptisch. So soll man bspw. die ersten 3 Tage nur 1000kcal und von Tag 4-7 1500kcal zu sich nehmen, was ich persönlich sehr wenig finde. Allerdings ist diese Einschränkung wirklich nur die ersten 7 Tage nötig. Denn so ist diese Diät aufgebaut. Man fastet 7 Tage bzw. macht eine Woche lang wirklich eine Diät und ernährt sich dann mit den Prinzipien dieser Diät weiter. Allerdings mit ausreichender Nahrung und Mahlzeiten sowie Kalorien. Sprich, hier wird weniger auf eine kurzfristige Abnahme als eine wirklich Ernährungsumstellung abgezielt. Und das war schon der erste Grund, wieso ich mich näher damit befasste und mir mein erstes Kochbuch bestellte ( "Abnehmen mit Sirtfood" aus dem GU Verlag). Was mich dann weiter noch davon überzeugte, waren definitiv die Gerichte. Denn es ist alles erlaubt. Kohlenhydrate, Fleisch, Käse, Joghurt, Süßes, Rotwein und Schokolade. Natürlich nicht nur. Ein Gläschen Rotwein zum Abend bspw. oder als Nachtisch ein Stückchen Schokolade, hier allerdings nur 85%ige. Zugegeben ... man muss sich daran gewöhnen aber sie schmeckt schon sehr gut und man weiß es sehr zu genießen. Auch die Kohlenhydrate gibt es nicht in Massen sondern wirklich nur als Beilage. Ich habe im Februar 2018 mit der Diät angefangen, sie aufgrund beruflichen Stresses allerdings nicht weitergeführt. Jedoch hatte ich aufgrund meines Interesses schon direkt da beim Bloggerportal das Buch bestellt, um welches es in dieser Rezension geht. Jedoch hat es bis nach Ostern gedauert, bis ich mich überwand, es noch einmal anzugehen. Was mich nämlich sehr davon abhielt, war der Diät Teil. Nicht nur, weil es so wenig zu essen gibt, sondern aufgrund der Tatsache, WAS ich zu mir nehmen durfte. Tag 1 bis 3 sah nämlich wie folgt aus.  3mal gab es den Sirtsaft und eine Hauptmahlzeit. Die Hauptmahlzeiten sind alle wirklich lecker und es ist für jeden was dabei. Der Saft allerdings hat mir starke Probleme bereitet und ich war nach 5 Tagen kurz vorm aufgeben. Denn der Saft besteht aus: Grünkohl, Sellerie, Petersilie, Rucola, Zitrone, Ingwer und Apfel. Mein größtes Problem hierbei waren der Sellerie und die Petersilie. Beides Lebensmittel, die ich absolut nicht mag und bisher aus jedem Essen erfolgreich verbannte. Allerdings enthalten auch genau diese beiden mit das meiste Sirtuin ... tja. Was also tun? Vorneweg sei gesagt: Man gewöhnt sich NICHT an den Saft. Es ist jedes Mal eine Qual für mich. Die ersten 7 Tage waren die schlimmste. Wie schon erwähnt "musste" ich die ersten 3 Tage den Saft 3mal trinken. An Tag 4,5,6 & 7 dann "nur" noch 2 mal. Mittlerweile bin ich in der "Aufrechterhaltung" sprich, ich habe die Diät hinter mir und ernähre mich jetzt "richtig". Das heißt, ich trinke morgens nach dem Aufstehen meinen Saft, zum Frühstück gibt es dann Porridge, Rührei, Omelett, Joghurt mit Früchten oder auch einen Salat, wie ich hunger habe. Zum Mittag gibt es eine Hauptmahlzeit die ich mir auch aussuche, ich habe ja genügend Rezepte zur Verfügung, dann gibt es einen kleinen Snack und dann noch das Abendessen. Alle Mahlzeiten sind voll von Sirtuinen. Natürlich bietet das Buch keine unendliche Menge an Rezepten. Aber es sind 100 Stück. Heißt, man kann sich durchprobieren und hat ein paar auf Vorrat. Zudem gibt es eine Auflistung aller Lebensmittel, welche sich für diese Form der Ernährung eignen. Das heißt, hat man das Prinzip verstanden und kann/möchte kochen, ist es wirklich leicht, es weiterzuführen und eigene Rezepte zu "entwickeln". Ein "Versprechen" bzw. Ziel der Diät war es auch, in den ersten 7 Tagen eine Abnahme herbeizuführen. Die Autoren sprechen von ca. 3kg. Ich selbst habe "nur" 1,5kg abgenommen. Das liegt allerdings nicht daran, dass die Diät nicht wirkt, sondern daran, dass ich keinen Sport nebenbei gemacht habe. Denn das gehört natürlich dazu. Ich bin mittlerweile bei meiner zweiten Woche und fühle mich wirklich gut. Ca. 90% der Rezepte in dem Buch sind genau so, wie sie beschrieben sind, definitiv etwas für mich. Und die Mahlzeiten sind wirklich ausreichend und sehr lecker! Ich kann diese Form der Ernährung nur jedem ans Herz legen, der sich gesund ernähren möchte! Was ich allerdings ein wenig nachteilig finde, ist die Tatsache, dass man sehr sehr viel kochen muss. Es wird nunmal alles selbstgemacht. Auch die Snacks und das Süße, ebenso der Saft. Zur Zeit habe ich nur Nebenjobs, demnach Zeit. Ich stelle es mir jedoch schwierig vor, das ganze Kochen mit einem Fulltime Job unter einen Hut zu bringen. Allerdings sind sehr viele Gerichte auch schnell zubereitet. Das heißt, man "muss" sich eben das richtige für den jeweiligen Tag aussuchen. Ich denke aber, dass dies mit der Zeit kommt. Wenn man genug probiert hat, dann weiß man irgendwann, was schnell zwischendurch geht und was man sich eher für einen freien Tag aufhebt. Und Vorkochen ist natürlich auch immer und bei allen Rezepten eine Option. Einiges ist sogar extra so gemacht, dass man es auf Vorrat kochen kann. 
Meiner Meinung nach ist die SirtfoodDiät definitiv eine sehr gute Alternative um mal "schnell" ein paar Kilo loszuwerden und ich werde auch alle viertel Jahr definitiv eine "Hardcore"Woche einlegen. Noch besser finde ich diese Form der Ernährung jedoch als dauerhafte Einstellung. 

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